INGDiba:
Von den mehreren 100 Fällen konnte ein Großteil außergerichtlich erledigt werden. Insbesondere Mandanten ohne Rechtsschutzversicherung wollten hier kein Prozessrisiko eingehen. Die Verhandlungsergebnisse sind im Rahmen einer gerichtlichen Auseinandersetzung aber generell besser, als außergerichtlich. Das gilt nicht nur für die INGDiba, sondern generell. Mit der INGDiba haben wir auch nicht nur vor den Landgerichten, sondern auch mehrfach vor Oberlandesgerichten und dem Bundesgerichtshof gestritten. Ein abschließendes Urteil ist allerdings in keinem Fall herausgekommen…
Im Vergleichstext der INGDiba ist generell eine „Stillschweigensklausel“ enthalten. Wir dürfen daher über die einzelnen Ergebnisse nicht berichten. Wir wissen aber natürlich, was möglich ist…
Darüber nachzudenken und das Wissen beim nächsten Mandanten wieder einzusetzen, ist uns zum Glück nicht verboten.
Die INGDiba behandelt die Widerrufsfälle äußerst professionell – verhandelt jeden Fall aber individuell. Die Bank ist nicht nur gut in der Anwerbung und Betreuung der Kunden, sondern auch in der rechtlichen Auseinandersetzung. Von unser Seite insoweit ein Lob für einen sportlichen und fairen juristischen Wettstreit, den wir jedes Mal aufs Neue gerne führen. Unser „Lieblingsgegner“.

DKB Deutsche Kreditbank AG:
Auch hier haben wir für unseren Mandanten vernünftige Ergebnisse erzielen können. Auch hier wurde – am Ende – bislang in keinen Fall endgültig entschieden. Allerdings ist es erstaunlich, dass die DKB Deutsche Kreditbank AG sich auch bei negativen Hinweisen des Gerichtes trotzdem oft erst einmal verurteilen lässt. Das ist eine Taktik, die wir bis heute nicht verstanden haben. Das machen andere Banken anders. Negative Urteile werden üblicherweise gerne vermieden, um nur mit den positiven „punkten“ zu können. Bei der DKB Deutsche Kreditbank AG muss der Darlehensnehmer damit rechnen, „hilfsweise“ selbst auf Zahlung eines Saldos im Rückabwicklungsverhältnis verklagt zu werden. Das ist aber kein Problem und im Rahmen der Auseinandersetzung durchaus berechtigt und erst einmal in Ordnung. Viele Fälle befinden sich noch im laufenden Prozess. Wir werden weiter berichten.

DSL Bank (Geschäftsbereich der Postbank AG):
Die DSL Bank betreibt weiterhin Verschleppungstaktik (wir wissen aber noch nicht, ob das mutwillig erfolgt oder wegen zu wenig Personal). Die Kunden werden über Verzögerung „mürbe“ gemacht. Es wird bei den Vergleichsverhandlungen recht genau geprüft, ob ein Neubau finanziert wurde oder der Kauf einer Bestandsimmobilie (Rechtsschutz). Entsprechend gibt es dann verhandelbare Vergleichsvorschläge oder völlig unakzeptable. Außergerichtlich sind die Vergleichsvorschläge eher schlecht und beinhalten häufig eine teilweise Vorfälligkeitsentschädigung. Das lehnen wir völlig ab. Rückforderungen/Darlehensreduzierung aus Rückrechnung werden seitens der DSL nicht akzeptiert. Auch im Gerichtsverfahren ist die Vergleichsbereitschaft eher niedrig. Daher erzielen wir viele Urteile gegen die DSL Bank. Hier ist es dann allerdings ärgerlich, dass viele Gerichte dazu tendieren, dem Verbraucher lediglich 2,5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz als Nutzungsentschädigung auf deren Leistungen zuzubilligen – entgegen der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs. Wir müssen dann nur aus diesem Grund die Verfahren dann auch in der nächsten Instanz fortsetzen, um die Ansprüche unserer Mandanten vollständig durchzusetzen.

BHW Beamten Heimstätten Werk (oder böse Zungen: „Bauen heißt warten“):
Es gilt das gleiche, wie bei der DSL Bank. Es handelt sich schließlich auch um die gleiche Rechtsabteilung. Die Bearbeitung der Fälle kommt aus dem gleichen Haus. Es gibt keine wesentlichen Unterschiede zur DSL Bank.

SparDa Banken:
Hier gibt es weiter sehr individuelle Vorgehensweisen. Es handelt sich nicht um eine zentral organisierte Bank. Die einzelnen Sparda-Banken handeln eigenständig. Es lässt sich hier aber auch eine Tendenz feststellen: Die Fälle sollen offensichtlich möglichst „geräuschlos“ erledigt werden. Regelungen sind auch in vernünftigem Maß außergerichtlich möglich – auch mit einer Reduzierung des Restsaldos nach Rückrechnung. Spätestens in der 1. Instanz und wird aber eine Lösung gesucht und gefunden, mit der beide Parteien „noch leben können“. Also tendenziell besteht eine hohe Einigungsbereitschaft nach anfänglichem Widerstand. Hartnäckigkeit hilft hier weiter.

AXA Versicherung:
Auch die AXA Versicherung geht Streitigkeiten eher aus dem Weg. Die Fehler werden eingeräumt und die Verträge nach Widerruf ordnungsgemäß abgewickelt. Die Diskussion findet hier tatsächlich mehr auf der Rechtsfolgenseite statt, das heißt bei der Frage, wie denn richtig rückabgewickelt wird. Der Widerruf an sich wird nach unserer Erfahrung nicht ernsthaft infrage gestellt. Angenehme Fälle.

Victoria Versicherung:
Die Victoria Versicherung hatte eine schlechte Belehrung, ist aber diesbezüglich sehr uneinsichtig. Ein Widerruf wird sowohl in der Rechtsabteilung, als auch bei den Rechtsanwälten schon fast persönlich genommen. Die Argumentation erfolgt sehr stark auf Basis von „Treuwidrigkeit“ und „Rechtsmissbrauch“. Die Fällen werden zum Teil „totgeschwiegen“. So ist dann eine Einigung schwierig und die Klage oft unausweichlich. Im Rahmen der Klage gibt es dann aber ordentliche Ergebnisse. Wir haben den Eindruck, bei der Victoria bei jedem Fall wieder „bei Null“ anfangen zu müssen. Wir müssen jedes Mal aufs Neue beweisen, dass es uns mit unseren Forderungen ernst ist. Die Ergebnisse waren dann aber auch überdurchschnittlich. Die Fälle werden sehr individuell gehandhabt.

Sparkassen:
Auch hier handeln die Sparkassen uneinheitlich. Hier scheint es aber eine Vorgabe vom Sparkassenverband zu geben, erst einmal hartnäckig zu verweigern und die Ernsthaftigkeit des Kunden zu testen. Bis auf wenige Ausnahmefälle (das sind immer wieder die gleichen Sparkassen) ist hier eine gerichtliche Auseinandersetzung erforderlich. Es wird spürbar darauf gesetzt, dass die Kunden vor einer Klage zurückschrecken und das Kostenrisiko scheuen. Die Sparkassen scheinen mit dieser Methode auch erfolgreich zu sein. Dies liegt sicherlich auch an deren Kundenstruktur. Die Geschäftsbeziehung ist häufig schon sehr viele Jahre alt und daher die Hemmschwelle hoch, „meine Bank“ zu verklagen. Dies wird seitens der Sparkassen auch ausgenutzt und auch an das „Ehrgefühl“ der Kunden appelliert.
Ganz klar: Ohne Rechtsschutzversicherung und innerer Entschlossenheit lässt sich bei den meisten Sparkassen nicht viel erreichen.
Das kann natürlich von Sparkassen zur Sparkasse auch spürbar variieren. Da möchten wir keine pauschale Aussage treffen.
Die Vielzahl der Urteile zeigt aber, dass die Sparkassen mit der ablehnenden Haltung tatsächlich falsch liegen und die Fehler in den Widerrufsbelehrungen vorhanden sind. Die Darlehensnehmer/Kunden/Verbraucher benötigen daher „nur“ den entsprechenden Mut, ihr Recht auch durchzusetzen. Und Rechtschutz.

Volksbank:
Streitigkeiten mit Volksbanken haben wir insbesondere bei „Kombidarlehen“. Es wurden sehr viele Darlehen mit einem Tilgungsersatz über Bausparvertrag/Bauspardarlehen verkauft. Nach unserer Erfahrung ist in diesen Fällen die Einigungsbereitschaft eher gering. Allerdings haben wir auch nicht so viele Mandate gegen Volksbanken mit „normalen“ Darlehen. Das legt wiederum den Schluss nahe, dass sich die Volksbanken mit ihren Kunden einigen, bevor diese zum Rechtsanwalt gehen. Hier können wir daher keine eindeutige Tendenz für Volksbanken/Raiffeisenbanken ausmachen. Das liegt sicherlich auch an der dezentralen Organisation.

Commerzbank/Deutsche Bank:
Außergerichtlich gibt es keine Lösungen. Eine Klage ist immer nötig. Für eine Auseinandersetzung ist daher eine Rechtsschutzversicherung sehr empfehlenswert. Entscheidungen des Bundesgerichtshof werden vermieden. Auch hier sind wir zum Stillschweigen verpflichtet.

Fazit:
Wir können zusammenfassend für alle Banken und alle Widerrufsfälle sagen: Es hat noch niemand bereut, den Widerruf ausgesprochen zu haben. Unsere Mandanten standen – bis auf ganz wenige Ausnahmefälle aufgrund fehlender Rechtsschutzversicherung und Kostenrisiko – am Ende deutlich besser da als wenn sie am Vertrag festgehalten hätten.
Im Hinblick auf die nun erfolgte Gesetzesänderung und die 3-monatige Übergangsfrist bis zum 21.06.2016 können wir daher nur den Widerruf wegen falscher Belehrung dringend anraten. Lassen Sie diese Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen. Wir stehen an ihrer Seite.

Wir sind die Profis für den Widerruf ihrer Finanzierung und deren Rückabwicklung.
Vertrauen Sie auf die Erfahrung von weit über tausend Fällen.

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