Der Streit mit Rechtschutzversicherungen eskaliert zunehmend, so dass wir häufig erst im Versicherungsverhältnis klagen müssen, bevor wir ordentlich für unsere Mandanten in der Hauptsache arbeiten können.

Dass wir damit aber mit unseren Rechtsansichten und Vorgehensweisen auf dem richtigen Weg sind, wurde uns nun in einer Klage gegen die ARAG Rechtsschutzversicherung vom Landgericht Bielefeld bestätigt (siehe unten Urteil als PDF).

  1. Der Leistungsklage ist gegenüber der Feststellung der Wirksamkeit des Widerrufs der Vorrang zu geben, weil dadurch eine Folgeklage um den Ablösesaldo vermieden wird.
  2. Gegenstandswert ist die Darlehenshöhe, bzw. die Höhe der Grundschuld.
  3. Die Rechtschutzversicherung muss auch die Kosten des Streits mit dem Versicherten bezahlen.
  4. Die Rechtschutzversicherung ist an eine grundsätzliche Deckungsbestätigung gebunden und kann dann nicht eine aussichtsreiche Rechtsverfolgung einschränken – insbesondere nicht in einem Rechtsbereich, in dem nahezu alles heftig umstritten ist und sich die Rechtsprechung noch entwickelt.

Wir führen diese Prozesse nun verstärkt und mit Nachdruck.
Wir sind nicht bereit, uns unsere Arbeit von den Rechtschutzversicherern vorschreiben zu lassen und so Rechte unserer Mandanten einzuschränken.
Wir wollen Ihr Recht uneingeschränkt durchsetzen.

Manchmal ist der Weg etwas mühsamer. Aber er ist erfolgreich.

Wenn Sie ähnliche Schwierigkeiten haben, stehen wir gern zur Verfügung.

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>> LG Bielefeld 29 01 2016_ 5 O 153-13 Streitwert Leistungsklage Kosten