Widersprüchliche allgemeine Geschäftsbedingungen können eine eigentlich richtige Widerrufsinformation (ab 2010) unwirksam machen.
Das Landgericht Düsseldorf (Urteil vom 15.12.2017, Az. 10 O 143/17) hat den Widerruf eines Darlehensnehmers für wirksam erachtet und bestätigt, dass sich die Parteien im Rückabwicklungsverhältnis befinden.

Hintergrund war eine Regelung in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die zu einem vom Gesetzeswortlaut abweichenden Ergebnis für den Fristablauf führte – obwohl die Widerrufsinformation für sich betrachtet eigentlich ausreichend gewesen wäre.
Der Verbraucher konnte daher nicht sicher sein, wann seine Widerrufsfrist genau enden würde.
Der Fristablauf laut Widerrufinformation war ein anderer als sich bei Anwendung der allgemeinen Geschäftsbedingungen ergeben hätte – zumindest waren theoretische Abweichungen denkbar.

Im Ergebnis heißt das:
Auch wenn auf den 1. Blick die Widerrufsinformation korrekt erteilt wurde können sonstige Regelungen im Vertragsverhältnis dazu führen, dass eine Widerrufsfrist doch nicht zu laufen beginnt und der Widerruf somit auch noch Jahre später erklärt werden kann.

Rechtsfolge:
Das Darlehen muss nach Widerruf rückabgewickelt werden und der Verbraucher kann sich von teuren Zinsen der Vergangenheit lösen.
Ein Darlehensvertrag zu aktuellen niedrigen Zinsen kann stattdessen dann neu geschlossen werden.
Vielfach gelingt die Einigung mit der vorhandenen Bank. In Einzelfällen ist aber auch ein Bankwechsel wirtschaftlich sinnvoll.

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Wenden Sie sich daher vertrauensvoll an uns. Wir verfügen über viele Jahre Erfahrung aus weit über 1000 Widerrufsfällen.

Mit freundlichen Grüßen

Arnim Kunzenbacher
Kanzlei GUNKEL, KUNZENBACHER & PARTNER