Ein weiteres Sensationsurteil gegen VW in dem nicht endenden Diesel-Betrugsskandal eröffnet neue Möglichkeiten für Geschädigte, denn es bedeutet: Auch wer sein Fahrzeug nach bekannt werden des Diesel-Betrugs erworben hat oder schon ein Software-Update hat machen lassen, hat gute Chancen eine Klage gegen seinen Automobilhersteller zu gewinnen.

Mit Urteil vom 31.07.2019 hat das Landgericht Düsseldorf (Az. 7 O 166/18) laut verschiedener Medienberichten festgestellt, dass durch das Software Update ein sogenanntes Thermofenster entsteht. Ein solches Thermofenster ist allerdings bereits in einer Vielzahl von gerichtlichen Entscheidungen als unzulässige Abschalteinrichtung qualifiziert worden. Unter anderem ist eine solches Thermofenster auch bei den betroffenen Motortypen EA 897 evo und den OM 651 DE 22 LA verbaut. Bei diesen Motoren wurden die jeweiligen Hersteller bereits verurteilt.

Laut einer Mitteilung des Gerichts funktioniere die Abgasreinigung nur bei Temperaturen zwischen 10° bis 32° Celsius. Bei Temperaturen unter 10° Celsius und über 32° Celsius finde hingegen keine Abgasreinigung statt. Außerdem werde die Abgasreinigung ab einer Höhe von 1.000 Metern ausgeschaltet. Aufgrund des Thermofensters werde der Zweck der Abgasreinigung so unzureichend erfüllt, dass weiterhin eine unzulässige Abschalteinrichtung vorliege.

Über diese Thermofenster hätten die Kunden informiert werden müssen.

Dies eröffnet neue Möglichkeiten für Kläger in der Diesel-Betrugs-Affäre. Unter Berücksichtigung der vorgenannten Entscheidung, können auch Käufer die die Fahrzeuge nach Aufspielen des Updates oder nach Bekanntwerden des Diesel-Betrugs erworben haben, Ansprüche geltend machen.

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Rechtsanwältin Anne Marie Berning

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