Generell richten sich die Kosten von Rechtsstreitigkeiten nach dem Gegenstandswert. Bei einem Kaufvertrag ist das regelmäßig der Kaufpreis des Fahrzeugs (gegebenenfalls unter Abzug einer Nutzungsentschädigung).

Bei einem Streitwert von z. B. 30.000 € kommen in erster Instanz Kosten von 3.500 € zusammen, die sich im Falle eines Verlustes auch wegen der Kosten des gegnerischen Anwalts auf über 6.000 € erhöhen könnten. Nicht eingerechnet sind eventuelle Kosten für ein Gutachten.  Dem steht natürlich „nur“ die Differenz gegenüber zwischen dem Verkehrswert des Fahrzeuges (z.B. aktuell 20.000 €) und dem „Mehrwert“ bei Rückgabe an den Händler (z.B. 27.000 € unter Berücksichtigung einer Nutzungsentschädigung).

Die Prozesskosten belaufen sich daher in ähnlicher Höhe wie die finanziellen Vorteile, die durch diesen Prozess erreicht werden können.

Ob Sie dieses finanzielle Risiko tragen möchten, müssen Sie selbst entscheiden. In die Waagschale ist sicherlich zu werfen, dass niemand sich wünscht, dass Betrüger mit ihren Machenschaften durchkommen.

Eine Rechtschutzversicherung macht die Entscheidung aber deutlich leichter, weil dann die Prozessrisiken nicht die zentrale Rolle spielen und insbesondere mit den Prozesskosten nicht in Vorleistung getreten werden muss.

Die Versicherer wehren sich leider oft gegen ihre Einstandspflicht. Sie versuchen, um die Deckung solcher Fälle wegen angeblicher Ausschlüsse herumzukommen. Auch diese Problematiken sind uns aber bekannt. Wir prüfen Ihre Versicherungsverträge und setzen notfalls den Deckungsanspruch gegen die Rechtsschutzversicherung auch im Rahmen einer Klage durch.

Die Entscheidungen der Gerichte geben uns Recht. Die Rechtsschutzversicherungen werden regelmäßig auf Erteilung von Deckungsschutz verurteilt. Wir kümmern uns darum.

Interessant ist noch die Frage, wann die Rechtsschutzversicherung bestanden haben muss? Bereits bei Abschluss des Kaufvertrages über das Fahrzeug? Oder erst, wenn der Kunde die Rückabwicklung verlangt hat und der Händler/Hersteller die Rückabwicklung verweigert? Diese Rechtsfrage ist noch nicht abschließend geklärt.

Bei Rechtsstreitigkeiten zum Widerruf von Baufinanzierungen hatte der Bundesgerichtshof schließlich entschieden, dass erst die (pflichtwidrige) Verweigerung der Bank auf Rückabwicklung den Rechtsschutzfall auslöst und nicht bereits die fehlerhafte Belehrung.

Auf den Volkswagen-Fall übertragen würde das bedeuten, nicht der Verkauf des fehlerhaften Autos löst den Rechtsschutzfall aus, sondern die pflichtwidrige Verweigerung zur Rückabwicklung des Vertrages.

Es könnte also durchaus sinnvoll sein, dass Sie eine Rechtsschutzversicherung abschließen, wenn Sie dies noch nicht getan haben. Wenn Sie Fragen zu Ihrer Rechtsschutzversicherung und der Rückabwicklung Ihres Volkswagen-Diesels (gilt aber auch für Audi, SEAT, Skoda – und sicherlich auch demnächst für alle anderen Dieselfahrzeuge) haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an uns.

Bitte downloaden Sie das Formular und füllen es aus. Sie können es dann per Post oder als Scan per Mail an GUNKEL, KUNZENBACHER & PARTNER senden. Wir nehmen eine für Sie völlig kostenlose Erfolgsprüfung vor und melden uns danach sofort bei Ihnen.

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Informationsformular für Abgasskandal Fälle (PDF Format)